Design | Veit Schmidleitner

Veit Schmidleitner | Quantum Oddity Studios

Ein Gespräch mit Veit Schmidleitner, Künstler und Gründer von Quantum Oddity, über die Verbindung von Kunst und Industrie, über
radikale Materialexperimente – und darüber, wie seine Arbeit ihn bis zu Projekten für NASA und BASF geführt hat.

Wenn ich Veit in seinem Studio Quantum Oddity besuche, wirkt es eher wie ein Labor für Ideen als wie eine klassische Werkstatt. Zwischen Metall, Maschinen und Hochglanzlack spricht er über Kunst, Handwerk und Präzision – und darüber, wie seine Arbeit ihn von eigenen Skulpturen bis zu Spezialprojekten für NASA und BASF geführt hat. Ein Ort, an dem industrielle Verfahren, Kunst und Philosophie ineinandergreifen.

Veit, wie bist du zur Kunst gekommen?

Ich bin 39, lebe und arbeite in Ludwigshafen am Rhein und bin seit rund zehn Jahren als Künstler unterwegs. Mein Weg führte über Fotografie, visuelle Kommunikation und die Metallindustrie hin zu einem eigenen Studio, in dem ich Malerei, Skulptur, Maschinen und Lack zusammenbringe. Aus dieser Mischung ist Quantum Oddity entstanden: ein Ort, an dem industrielle Prozesse und Kunst ineinandergreifen.

Wer hat dich auf diesem Weg am meisten geprägt?

Als erstes meine Eltern – ohne sie hätte ich nie diese Faszination für Lack und Oberflächen entwickelt. Dann mein Lackiermeister Klaus Stähler, der mir Handwerk, Präzision und Tempo beigebracht hat. Und Frank Hoffmann, der mir die Welt von Design und Fotografie geöffnet hat. Später kam Jason K. Brown aus New York dazu, von dem ich viel über Perfektion, Malerei und das Zusammenspiel von Kunst und Leben gelernt habe.

Was macht deine Arbeit einzigartig?

Ich arbeite an der Schnittstelle von Kunst, Industrie und Forschung. Metall, Laser, 3D-Druck, Hartschaum, Lack – alles darf zusammenkommen, solange die Idee trägt. Ein wichtiger Gedankenanker ist mein „Liar Bird“-Konzept: Materialien so naiv und neugierig zu kombinieren, als wüsste man nicht, was „geht“ oder „nicht geht“. Daraus ist auch mein Motto entstanden: Question Everything.

Am Ende geht es für mich darum, Frieden in meinem Schaffen zu finden – genug zu verdienen, um frei zu sein, aber vor allem: mehr bewusst zu leben.

Welche Rolle spielt Ästhetik für dich?

Ästhetik ist für mich die sichtbare Handschrift des Menschen im Objekt. Es geht um Proportion, Detail, Material und um die Frage: Spürt man, dass sich jemand Mühe gegeben hat? Ich glaube, dass uns der Verlust von Ornament, Detail und „Schmuck“ in Architektur und Design auf Dauer nicht guttut. Ich mag Dinge, in denen noch Persönlichkeit, Zeitgeist und eine gewisse Großzügigkeit stecken.

”Meine Kunden sind sehr unterschiedlich, aber sie wollen alle etwas, das es so noch nicht gibt.“

Wer kommt zu dir – und mit welchen Projekten?

Meine Kunden sind sehr unterschiedlich, aber sie wollen alle etwas, das es so noch nicht gibt. Das reicht von Logos und Objekten für Marken wie Porsche über Prototypen, Interieur-Elemente und Kunst-am-Bau-Projekte bis hin zu Speziallackierungen für die Industrie – sogar für NASA/Aerospace. Im Kern kommen Menschen zu mir, wenn sie an einem Punkt stehen, an dem konventionelle Lösungen nicht mehr reichen.


Wo siehst du dich und dein Studio in den nächsten Jahren?

Mein Ziel ist, Leben und Arbeit noch stärker in Einklang zu bringen. Weniger Lärm von außen, mehr Fokus auf Projekte, die inhaltlich wirklich zu mir passen und den ursprünglichen Quantum-Oddity-Spirit tragen: forschen, erfinden, radikal neugierig sein. Am Ende geht es für mich darum, Frieden in meinem Schaffen zu finden – genug zu verdienen, um frei zu sein, aber vor allem: mehr bewusst zu leben.

Veith, vielen Dank für das Gespräch.

Fotos: Veith Schmidleitner, Marian D. Wensky

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